Von Polyamorie und verlorenen Brustwarzen

Ich bin eine Träumerin. Und zwar nicht im Sinne von vorgestellten, zukünftigen Lebensinhalten. Ich träume einfach viel. In der Nacht. Während ich schlafe. Da wo Träume normalerweise auch hingehören. Es kommt nicht selten vor, dass ich enttäuscht bin, wenn mich das Erwachen aus meinem aufregenden Traumleben reisst. Als ich dann mit einem neuen Medikament beginnen durfte, das als Nebenwirkung unter anderem ein verändertes Traumerleben bewirken kann, fand ich das natürlich sehr reizvoll. Zumindest bis sich herausstellte, dass meine Träume dadurch nicht etwa intensiver oder spannender geworden sind. Nein, meine Träume sind nun vor allem eines: verstörend. Auch wenn sie einigermassen komfortabel beginnen, kommt im Verlauf der Nacht Komponente um Komponente dazu, die den Traum immer makaberer werden lassen, so dass ich schliesslich zutiefst verwirrt aufwache und mich frage what the fuck just happened. Ich meine, wer mag es nicht im Traum eine Liebesbeziehung zu führen. Mit mehreren Frauen. In einer Unterwasserwelt. Getarnt als Polizistinnen. Und sich am Schluss allein auf der Suche zu befinden nach seiner linken Brustwarze. Weil sie verloren ging bei all dem Chaos.

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