Game of Thrones – Health Edition

Wenn man bei einer Ärztin, einer Psychologin und einem Psychiater in Behandlung ist – gleichzeitig – möchte man seriös behandelt werden. Ist ja irgendwie noch naheliegend. Was man hingegen wirklich nicht möchte, ist, dass sich deine Psychotherapeutin und dein Psychiater gegenseitig aus einem selbstdefinierten Bereich sinnvoll praktizierter Psychologie schubsen wollen und deine Hausärztin generell die Kompetenz von Psycho-Behandlungen verniedlicht. Auch wenn die eine Partei einen kognitiv-verhaltenstherapeutisch basierten Ansatz vertritt, die zweite ein rein tiefenpsychologisches Repertoire bietet und die dritte ein komplett somatisches Menschenbild besitzt, ist es dennoch möglich, ein bisschen tolerant und offen zu sein. Sollte man meinen. Interdisziplinarität! Ganzheitlichkeit! Zusammenarbeit! Schon einmal gehört?! Stattdessen werden von allen Seiten ständig die jeweils anderen Herangehensweise gebasht kritisch in Frage gestellt. Die eigene nicht. Ist ja logisch. Die ist ja wissenschaftlich fundiert. Die ist ja menschennah und wirksam. Damit man da einigermassen den Überblick behält und sich nicht blind beeinflussen lässt, muss man ja schon fast selber eines dieser Fachgebiete studieren. Aber hey! Glücklicherweise tue ich genau dies. Ich studiere Psychologie und baue mir ein eigenes Wissen auf. Deswegen kann ich nur die Augen verdrehen bei diesem unnötigen Gesundheits-Battle um den Thron der Behandlungsübermacht. Die Kundin Patientin ist bekanntlich sowieso Königin. 

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