Oszillation

Auf und ab und auf und ab und auf und ab. So sehen zurzeit meine Tage aus. Wütend, dünnhäutig, verletzt, leer, selbstzerstörerisch und dann plötzlich leicht, wild, beflügelt, fröhlich, fast euphorisch. Die eine Seite triggert die andere. Erleichterung folgt auf Ernüchterung, Ernüchterung folgt auf Erleichterung. Innert Minuten wechselt bei mir die Stimmung und bei jedem Wechsel denke ich mir, dass es ab jetzt für immer so bleiben wird (Nebenbemerkung: Objektpermanenz wäre sonst etwas, das ich mir zu meinem nächsten Geburtstag wünsche). Dieses ständige Schwingen ist extrem anstrengend und tut weh. Immer wieder werde ich in diesen „Down-Phasen“ mit meinen Abgründen konfrontiert, verliere jeglichen Halt und beginne zu verzweifeln, nur um dann in einer plötzlichen „Up-Phase“, wieder der Illusion zu verfallen, dass ja eigentlich alles wunderbar ist. Eine verdammt verführerische Illusion, die aber immer und immer wieder in einem unkontrollierbaren Fall ins Nichts endet. Und genau dieser Moment, wenn eine neue „Down-Phase“ beginnt, fühlt sich an wie ein Messerstich ins Urvertrauen. Also, liebes Emotions-Pingpong, gönn mir doch mal ein paar Tage Ruhe!

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