Switch Off

Mein Psychiater hat mir diese Woche gesagt, ich sei hypervigilant – und zwar eigentlich immer. Mein Kleinkind-Borderline-Hirn scanne die Umgebung ständig nach potentiellen Gefahrenquellen ab, so dass ich im Falle eines Angriffs bereit sei. Und mit Angriff ist hier nicht ein Raketenangriff gemeint, sondern schlicht und einfach normale zwischenmenschliche Situationen, die mein Kleinkind-Borderline-Hirn aus der Bahn werfen können. Also sozusagen alles mit Menschen. Oder ohne Menschen. Kein Wunder bin ich ständig hypervigilant, wenn ich das alles im Auge behalten muss! Auf jeden Fall hat er mir auch gesagt, ich hätte noch einen anderen „Modus“, der quasi das Gegenstück zur Hypervigilanz sei. Zwischenzeitlich sei ich nämlich wie weg, sozusagen nur äusserlich anwesend. Er nennt das Switch Off Modus. Und tatsächlich ist mir das auch schon aufgefallen bzw. meinem Freund. Denn manchmal bin ich dabei mitten in einem Gespräch. Dabei gibt es so einen Moment, in dem ich wie aus heiterem Himmel plötzlich „wieder da“ bin. Wo ich vorher war, ist mir ein Rätsel. Ich merke jeweils nur das ruckartige Wiederkehren und frage mich dann, ob mir wohl nur Sekunden oder sogar Minuten fehlen. Denn vorher scheint ein Teil übersprungen worden zu sein. Naja, jetzt kann ich es zumindest benennen…

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