Brot

Liebes Brot

Weil du mich mit deiner von Knusper umhüllten Fluffigkeit in den Wahnsinn der Gelüste treibst, muss ich dir diese Zeilen schreiben. Das tue ich in der Hoffnung, dadurch loslassen zu können. Ich möchte dir sagen, dass ich dich und deine verschiedenen Knusprigkeitsgrade sehr schätze. Ob leicht versalzen oder ein bisschen zu lang im Ofen, du bist und bleibst ein Träumchen meiner low-carb geplagten Seele. Ich hasse dich deswegen aber werde dich auch immer lieben. Wenn ich könnte, würde ich täglich Unmengen von dir zerbrechen, zerzupfen und in mich reinstopfen. Aber das geht nicht: es ist eine verbotene Liebe. Wobei ich mir das Verbot selber auferlegt habe. Trotzdem, ich halte mich bestmöglich an’s Gesetz des Verzichts und gehe dir bestmöglich aus dem Weg. Denn wenn du erst einmal angefangen hast, dich meinem Essens-Trakt zu nähern, nur schon in Form eines winzig kleinen Stückchens, das meinen Gaumen berührt, oder gar eines einzigen Moleküls deines Dufts, das meine Nasenschleimhaut passiert, dann kann ich bis zu deiner kompletten Vernichtung nicht mehr aufhören. Deshalb geh! Blick‘ nicht zurück und lass‘ mich in Ruh‘! Es ist zu unserem Besten…

In ehrfürchtiger Liebe,

Sandra

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