Gypsy

Eine meiner aktuellen Süchte: Kurz gesagt eine Fernsehserie über eine gelangweilte und deshalb grenzüberschreitende Psychologin. Und damit eine Verfilmung des Klischees von grenzüberschreitenden Patient:innen – mit umgekehrten Rollen. Das lässt mein Bordi-Psychologin-Herz höher schlagen. Und gleichzeitig triggert es einnehmende Gedankengänge darüber, was wohl mein eigener Therapeut über mich denken könnte und ob er heimlich genauso grenzüberschreitend ins Leben seiner Patient:innen (also auch in meins) eintaucht. Aber damit hat sich’s dann auch schon, weil ich eigentlich eher vom Gegenteil überzeugt bin. In meinen Augen scheint Dr. Freud eher die Art Therapeut zu sein, welche die professionellen Grenzen streng wahrt. Wäre das jetzt eine seiner Sitzungen würde er vielleicht sagen „Vielleicht hoffen Sie ja, dass ich Ihnen im Geheimen nachspioniere und in Ihr Leben eintauche“. Und ich würde vielleicht denken „Gut, weiss er nicht, dass in Wahrheit ich es bin, die ihm nachstellt“. Aber das wäre natürlich nur ein Scherz; auch ich wahre die professionellen Grenzen und stalke meinen Therapeuten nicht. Nicht dass mir die Idee noch nie in den Sinn gekommen wäre. Wo er wohl wohnt? Wie viele Kinder er wohl hat? Was er wohl für Hobbys hat? Ob seine Katze wohl raus darf? Wie kommt er zur Arbeit? Ganz normale Fragen einer gelangweilten Patientin halt…

PS: Keine Angst! Dass er Katzenbesitzer ist, hat er mir selber erzählt.

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