Die Kunst, sich am A** lecken zu lassen

Die beherrsche ich nicht. Aber ich möchte gerne gut darin sein. Seit Jahren versuche ich mir diese „I don’t care – Haltung“ anzueignen aber es ist echt schwer, wenn da Schuld und Scham als befehlshabende Emotionen mitmischen. Der grösste Meilenstein, den ich in diesem Lernprozess bis jetzt erreicht habe, ist Klarheit darüber zu erlangen, dass die meisten Menschen mit sich selbst beschäftigt sind und nicht mit mir. Es ist ihnen weitgehend egal, was ich für Kleidung trage, was ich esse, wie ich meinen Tag gestalte und sie merken nicht, wenn ich mir non-stop den Kopf darüber zerbreche, was irgendwer irgendwann über mich denken könnte. Also könnte ich ja genauso gut einfach damit aufhören, mich damit zu belasten, für alle anderen Menschen prophylaktisch schlecht über mich zu denken. Aber da liegt auch das Problem: Das kann ich nicht einfach so abschalten. Denn diese Befürchtungen und Annahmen kommen schliesslich von irgendwo her und sind nicht einfach so spontan eines Morgens da gewesen. Und das ist der zweitgrösste Meilenstein, den ich in diesem A**-Leck-Lernprozess erreicht habe: So viel Zeit, wie es gebraucht hat, um mich in diese Selbstunsicherheit zu manövrieren, so viel Zeit braucht es auch, um dort wieder raus zu kommen. Tja, und viel weiter bin ich noch nicht gekommen…

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