Gute und schlechte Tage

Gute Tage: es gibt sie wirklich. An den schlechten Tagen, so wie auch an allen anderen Tagen, die eben nicht gut sind, kann ich mich jedoch nicht mehr daran erinnern, dass die guten Tage sich gut anfühlen. Vielen Dank, nicht vorhandene Objektpermanenz! Gestern war ein verdammt schlechter Tag. Vorgestern hingegen fühlte ich mich sehr gut. Vorgestern setzte ich mir sogar Ziele, war positiv (vielleicht sogar optimistisch) gestimmt und gestern hatte ich auf einmal absolut keinen Zugriff mehr auf dieses Gefühl. Und während ich gestern zwar ganz klar wusste, dass es vorgestern gut war, glaubten meine Gefühle meiner Kognition einfach nicht. Und da liegt das verfluchte Problem. Mein Denken funktioniert ja ganz ok, denn ich bin Meistern im Hypermentalisieren (die Tatsache, dass ich das Problem hier auf diese Weise beschreibe, beweist es sozusagen). Aber dabei bleibt’s dann auch. Die Sache mit dem Fühlen ist eine ganz andere. Mein Gefühls-Ich ist die Personifikation von Misstrauen. Im Prinzip ist für dieses Ich nur wahr, was gerade im Augenblick gefühlt wird. Was in der Sekunde vorher und nachher geschieht, ist grundsätzlich anzuzweifeln. Jetzt überlege ich mir natürlich, ob eine Rune als Erinnerungshilfe für die guten Tage diesem Problem ein bisschen entgegen wirken könnte…

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