Eine Hochzeit und vier Todesfälle

Natürlich gab es nicht wirklich vier Todesfälle. Aber der Titel schreibt sich halt wie von selbst (if you know, you know)… Aber die Hochzeit gab’s. Und ich war dabei. Als Gast. Ich war in meiner Kindheit schon bei zwei oder drei Hochzeiten, kann mich aber nicht mehr daran erinnern. Das heisst, im Prinzip war es meine erste Hochzeit. Und im Prinzip habe ich ja nach wie vor meine Selbstwert-Problematik. A.k.a. massive, chronifizierte Körperschemastörung. Zusammen mit der Tatsache, dass man sich an Hochzeiten chique anzieht (und dass man an Hochzeiten mit Menschen interagiert. Und dass man an Hochzeiten isst und trinkt. Und dass man an Hochzeiten etwas ausführlicher beäugt wird für’s eigene Auftreten als sonst im Alltag), kam zu einem inneren Supergau der selbst-entwertenden Sorte. Zwei Wochen lang hetzte ich von Geschäft zu Geschäft, shoppte gefühlt das halbe Zalando-Sortiment leer, wechselte von abgrundtiefer Verzweiflung zu abgrundtiefer Wut und begann je länger, je mehr damit zu liebäugeln, wohl oder übel nackt an die Hochzeit gehen zu müssen. Nur um dann nach wenigen Stunden Apéro (zum Glück gab’s Wein) feststellen zu müssen, dass all der Stress für absolut gar nichts gut war. Lange Rede, kurzer Sinn: Ich mag keine Hochzeiten. (Und eigentlich passt der Titel ja doch, denn ich bin innerlich mindestens viermal gestorben.)

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