Unter ferner liefen

Ich denke
Gedankenfetzen
erbarmungslos
gegen mich selbst gerichtet
attackiere mein in hochmütigen Phasen aufgerichtetes
instabiles Selbstbild
um es zum Schwanken zu bringen
reicht wenig.
Warum starrt mich jeder an?
Was frage ich noch so blöd?
Sie lachen mich aus. Sie schütteln innerlich den Kopf.
Die Gedankenfetzen sind wahr.
Ich bin peinlich.
Ich bin komisch.
Merkwürdig und dennoch
nicht würdig, bemerkt zu werden.
Ich bin irrelevant.
Unter ferner liefen.
Weglaufen.
Der Drang danach macht sich breit.
Breit. Dick. Adipös. Ekelhaft. Ein Gebilde aus Haut, Knochen und dennoch
Fett. Unansehnlich. Ich weiss es. Sie wissen es. Sie sehen es.
Wandelndes Bildnis des Versagens.
Augen sind auf mich gerichtet. Erwartende Gesichter. Offene Ohren.
Was wollen sie hören?
Sie ist so dumm. Das denken sie sich.
Ich bin so dumm.
Dämlich. Unfähig. Sollte keine Therapeutin werden.
Wie ist so etwas nur möglich?
Ein Teil weiss, es sind nur Projektionen.
Von mir selbst. Auf alle anderen.
Niemand hasst mich.
Was, wenn doch? Was, wenn mein Ego recht hat?
Zweifel nähren die Destruktivität.

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